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Montag, 4. November 2019

Kunstreise nach Oberbayern ein voller Erfolg

Mitglieder der Volkshochschule Wertheim und des Förderkreises „Schlösschen im Hofgarten“ fuhren im Rahmen des Kunstgeschichtsseminars unter Leitung von Dr. Jörg Paczkowski nach Oberbayern. Schwerpunkt der Exkursion war die Umgebung rund um den Markt Murnau am Staffelsee. Neben dem Kennenlernen der außergewöhnlichen Architektur dieser Gegend war der Besuch von drei Museen, die in gewisser Weise einen Bezug zur Sammlung des Hofgartenschlösschens haben, Ziel der Fahrt.

„Museum der Phantasie“ in Bernried am Starnberger See
Das Spektrum der Besichtigungen reichte von der einzigen komplett erhaltenen romanischen Kirche Oberbayerns  in Altenstadt über die gotische Kirche des ehemaligen Klosters Rottenbuch, die im 18. Jahrhundert barockisiert worden war, bis zu dem bedeutenden, heute noch vollständig erhaltenen Kloster Benediktbeuern. In dieser Anlage beeindruckte besonders der sogenannte „Alte Festsaal“, der mit seinen zahlreichen Deckengemälden die große Bedeutung des christlichen Glaubens thematisiert.

Auch das legendäre Kloster Wessobrunn war Station der Fahrt. Der Sage nach eine Gründung des Herzogs Tassilo, war das Kloster Ursprung einer der bedeutendsten Stuckatorenschulen Deutschlands, die u.a. bis nach St. Petersburg ausstrahlte. Höhepunkt der Exkursion war der Besuch der faszinierenden Rokokokirche „Die Wies“, deren Gestaltung und Architektur fragen lässt, wie dieses filigrane Bauwerk statisch überhaupt entstehen konnte. Das aufwändige Bildprogramm um das Gnadenbild „Zum gegeißelten Heiland auf der Wies“ betont die Herrlichkeit Gottes in der Zuversicht, dass Christus die Welt heimholen wird. Die Lichtführung in der Kirche beeindruckte besonders: durch das wandernde und kreisende Licht wird die Sonne als Bauelement gleichsam in die Architektur einbezogen.

Blick auf die Stadtsilhouette Murnaus
Besichtigt wurde während der viertätigen Exkursion darüber hinaus die Gemeinde Murnau mit ihrer ungewöhnlichen Stadtkirche. Sie wurde unter dem Einfluss eines Verwandten von August Moosbrugger (dieser war u.a. Erbauer der Venantiuskirche in Wertheim) im 18. Jahrhundert errichtet.  Von dem Wohnhaus der Malerin Gabriele Münter war die Ansicht der Stadt mit Kirchturm und Schloss besonders eindrücklich zu bestaunen.

Immer wieder weilten die expressiven Künstler um Gabriele Münter, Wassily Kandinsky, Alexej von Jawlensky und Marianne von Werefkin Anfang des 20. Jahrhunderts in Murnau. Sie hielten die dortige Landschaft auf ihren Bildern fest und fanden den Weg zur klassischen modernen Kunst. Durch das subjektive Empfinden der Maler verdrängte die Farbe allmählich die eigentliche Form. 
Auch im Franz-Marc-Haus in Kochel beschäftigten sich die Teilnehmer intensiv mit der klassischen Moderne und den Bildern um die Künstlervereinigung des „Blauen Reiter“. Bei einer Führung durch die Ausstellungsräume waren Originale von Franz Marc und auch Bilder seiner Zeitgenossen zu sehen, von welchen sich auch Werke im Wertheimer Hofgartenschlösschen befinden.
Deutlich wurde, wie in den Gemeinden Murnau und Kochel die Kunst um diese Maler gegenwärtig ist und, dass ihre Präsentation einen wichtigen Faktor für den Tourismus‘ darstellt.

Das Münter-Haus in Murnau
Abgerundet wurde die Kunstreise durch den Besuch des „Museums der Phantasie“ in Bernried am Starnberger See, das die ungewöhnliche Sammlung von Lothar-Günther Buchheim, beherbergt. Werke der Brücke-Maler Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff und Ernst Ludwig Kirchner (Sammlung Gerlinger) waren dabei ebenso zu bestaunen, wie der Kosmos des „Boot“-Schöpfers Buchheim.
Die Exkursion war der krönende Abschluss des VHS-Seminars „Kunstgeschichte am Beispiel Oberbayerns“ vom vergangenen Winter.

Fotos: Edda Behringer/Jörg Paczkowski

Freitag, 14. Juni 2019

Beschwingte Jazzklänge im Grünen

Der Förderkreis Schlösschen im Hofgarten veranstaltet am Sonntag, den 16. Juni aus Anlass des Schlosserlebnistages Baden-Württemberg von 11.30-14.30 Uhr wieder den beliebten „Jazz im Park“. Der musikalisch-kulinarische Event mitten im idyllischen Landschaftspark des Eicheler Hofgartenschlösschens hat sich in den vergangenen Jahren als wahrer Geheimtipp erwiesen. Genießen Sie bei einem Glas Wein zum Brunch beschwingte Jazzklänge im Grünen.

Natur pur und Live-Musik erwartet Sie beim Jazzbrunch im Park, Foto: Kurt Bauer

Es musizieren: Claude Toussaint (Keyboard), Thomas Gallem (Saxophon) und Freunde. Der Eintritt (kein Vorverkauf) beträgt 15 €, Fingerfood und Häppchen sind inbegriffen. Der Förderkreis freut sich auf einen entspannten Sonntag in besonderer Atmosphäre. Bei Regen findet die Veranstaltung im Gartensaal des Schlösschens statt.

Freitag, 5. April 2019

Expressive Realisten im Rhein-Main-Gebiet

Nicht nur in den Metropolen Berlin und München etablierte sich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine kreative Kunstszene; auch die Rhein-Main-Region spielte eine gewichtige Rolle für die Kunst des Expressionismus' und der Neuen Sachlichkeit! 

Der Förderkreis „Schlösschen im Hofgarten“ lädt am Sonntag, den 7. April um 11.15 Uhr ganz herzlich zur Vortragsmatinee ein. Frau Dr. Constanze Neuendorf wird im Rahmen der aktuellen Sonderausstellung zum Thema „Maler des Expressiven Realismus im Rhein-Main-Gebiet“  referieren.

Der einstündige Vortrag beleuchtet die Kulturregion zwischen Frankfurt, Darmstadt, Wiesbaden und Aschaffenburg, die in der Zeit der Weimarer Republik mit solch wegweisenden Künstlern wie Max Beckmann aber auch mit heute kaum mehr bekannten Malern wie Alexander Posch, Carl Gunschmann und Otto Wachsmuth in Berührung kam.

Freitag, 29. März 2019

Nolde im Fokus

Emil Nolde, einer der Hauptvertreter des deutschen Expressionismus, war Mitglied der Berliner Secession und der Künstlergruppe „Die Brücke“ in Dresden. Der gebürtige Däne (eigentlich Emil Hansen) nannte sich später nach seinem Heimatort: Nolde.

Kunsthistorikerin Dr. Sigrun Paas (Heidelberg) wird im Rahmen der aktuellen Sonderausstellung am Sonntag, den 31. März um 11.15 Uhr zum Thema „Künstler der inneren Emigration im Fall Emil Nolde (1867-1956)“ referieren.

Dr. Sigrun Paas spricht am Sonntag über Nolde
1941 wurde Nolde aus der Reichskunstkammer ausgeschlossen und er erhielt Malverbot. Als „entartete Kunst“ wurden seine Bilder verfemt und 1052 seiner Werke beschlagnahmt. Zurückgezogen lebte er mit seiner Frau Ada in seinem Haus in Seebüll in Nordfriesland. In dieser Zeit entstanden seine sogenannten "ungemalten Bilder“. Bis heute ist Noldes Haus mit dem eigens von ihm angelegten Garten ein vielbesuchtes Museum.

Der einstündige Matineevortrag wird veranstaltet vom Förderkreis Schlösschen im Hofgarten.

Donnerstag, 14. März 2019

Enkel referiert...

Der Förderkreis „Schlösschen im Hofgarten“ lädt am Sonntag, den 17. März um 11.15 Uhr zur vierten Vortragsmatinee ein. Dr. Cornelius Steckner aus Köln wird im Rahmen der aktuellen Sonderausstellung im Gartensaal des Hofgartenschlösschens zum Thema „Weimarer Bauhaus und Wertheim-Bestenheid  -  Charles Crodel, Ernst Neufert, Erich Schott, Wilhelm Wagenfeld“ sprechen. Auf Initiative von Dr. Hans Löber wurde 1956 die Bestenheider Kirche mit beeindruckenden Glasfernstern von Charles Crodel ausgestattet.

Werke von Charles Crodel sind derzeit
in der aktuellen Sonderausstellung
im Hofgartenschlösschen zu sehen.
Am Samstag, den 16. März, um 15:30 Uhr bietet der Referent - ein Enkel des in Marseille geborenen Künstlers Crodel - eine Führung durch die Martin-Luther-Kirche in Bestenheid an. Alle Interessierten sind hierzu herzlich eingeladen!

Freitag, 1. Februar 2019

"Künstler des expressiven Realismus in Wertheim"

…so lautet der Titel eines einstündigen Matineevortrags, der am kommenden Sonntag, den 3. Februar ab 11.15 Uhr im Gartensaal des Schlösschens veranstaltet wird. Museumsdirektor und Kurator Dr. Jörg Paczkowski stellt insbesondere diejenigen Künstler der gegenwärtig gezeigten Ausstellung in den Fokus, die mit Wertheim eng in Verbindung standen.


Friedrich Ahlers-Hestermann,
Wertheim – Weißer Turm der Hofhaltung, 1922
Grafschaftsmuseum Wertheim,
Schenkung Wolfgang Schuller 1985

In den 1920er Jahren trafen sich zahlreiche Künstler in der Stadt zwischen Main und Tauber. Zu einem dieser Maler zählte auch der in Hamburg geborene Friedrich Ahlers-Hestermann sowie dessen Frau Alexandra Povòrina (1885-1963). Ahlers-Hestermann (1883-1973) hatte bei Henri Matisse in Paris gelernt. Mit seiner russischen Frau lebte er u.a. in Berlin, München und Hamburg. Im Jahre 1918 übernahm er in der norddeutschen Hansestadt eine Lehrtätigkeit und unternahm zahlreiche Reisen, u.a. nach Wertheim.

Zwei Ölgemälde und ein Skizzenbuch haben sich von Hestermanns Wertheimaufenthalt im Jahre 1922/23 erhalten. Hier pflegte er auch regen Austausch mit Otto Modersohn. 

Wie seine Frau, deren Bildwerke nach 1933 als „entartet“ gelten, so erhält auch Hestermann unter der Diktatur der Nationalsozialisten Malverbot. Er verliert seine Professur und widmet sich der Kunstschriftstellerei.

Referent Dr. Jörg Paczkowski wird besonders das bewegte Leben beider Künstler sowie deren kunstschriftstellerischen Werke hervorheben.

Donnerstag, 31. Januar 2019

Auftaktveranstaltung zur aktuellen Sonderausstellung regte zum Nachdenken an

„Entartete Kunst. Eine katastrophale Kunstpolitik der Nationalsozialisten (1933-1945)“ lautete der Titel des ersten Vortrags, der im Rahmen der aktuellen Sonderausstellung veranstalteten Reihe.

Zahlreiche Hörer waren am Sonntag, den 20. Januar in den Saal des Hofgartenschlösschens gekommen. Referent Dr. Benno K. Lehmann aus Mannheim beleuchtete, wie es zu der Kunstentwicklung im Dritten Reich kam, was die Nationalsozialisten unter „entarteter Kunst“ verstanden und welches Schicksal die beschlagnahmten und in der legendären Münchner Ausstellung vorgeführten Werke nach 1937 ereilte.

In der anschließenden Diskussion wurde unterstrichen, wie wichtig die Ausstellung im Hofgartenschlösschen sei, auch um zu zeigen, welche Folgen diktatorische Kunstpolitik habe. 
Fast alle der im Schlösschen vertretenen Künstler wurden im Dritten Reich verfolgt.

Mittwoch, 14. November 2018

300 Besucher wollten St. Martin sehen

Meike Fertig erfreute als St. Martin hoch zu Ross Kindergar-
tenkinder, Eltern und Großeltern. -- Foto: Jörg Paczkowski
Es stimmte alles, und auch das Wetter passte. Über 300 Besucher kamen am vergangenen Freitag nach Einbruch der Dunkelheit in den Eichelhofgarten, und das erleuchtete Schlösschen bot eine wunderschöne Kulisse für Martinsumzug und 3. Wertheimer Martinsmarkt, der eine Gemeinschaftsveranstaltung des evangelischen Kindergartens Eichel-Hofgarten und des Förderkreises des Schlösschens war.

Zunächst zogen wohl 80 Kinder mit ihren Laternen durch den Park und sangen ihre Martinslieder. Schließlich erschien auf einem Schimmel Sankt Martin aus dem Dunkel des Parks, dargestellt von Meike Fertig. Jörg Paczkowski las dazu die Martinsgeschichte den aufmerksam lauschenden Kindern vor. Anschließend überreichte der Vorsitzende des Förderkreises, Heiko Albrecht, den Kindern die traditionellen Weckmänner.

Neben dem Schlösschen war der kleine Martinsmarkt aufgebaut. Glühwein, Kinderpunsch und Bratwürste fanden großen Zuspruch. Die Besucher konnten Karl-Heinz Ittig, den Glasbläser an der Lampe, bestaunen. Viele Kinder probierten selbst aus, eine Glaskugel zu blasen. In einem anderen Pavillon stellte Evi Petzold Papiermachéabdrücke von Modeln her. Auch hier konnten die Kinder selbst Hand anlegen.

Erst gegen 21 Uhr gingen die letzten Besucher heim, mit dem Versprechen, im nächsten Jahr wieder dabei zu sein.

Zum Mitmachen lud das Anfertigen von Abdrücken aus
Papiermaché am Stand von Evi Petzold ein. -- Foto: Heiko Albrecht

Karl-Heinz Ittig an der Lampe, wie der Gasbrenner der Glasbläser
genannt wird, zeigte seine Kunst. Viele Kinder konnten auch eine
selbstgeblasene Kugel mit nach Hause nehmen. -- Foto: Heiko Albrecht

Dienstag, 6. November 2018

3. Wertheimer Martinsmarkt

Auch in diesem Jahr kommt Glasbläser Hans-Joachim Ittig wieder zum Wertheimer
Martinsmarkt in den Park des Schlösschens. -- Foto: Friedrich Lehmkühler
Zum 3. Wertheimer Martinsmarkt erwartet der Förderkreis Schlösschen im Hofgarten am Freitag, 9. November, ab 17 Uhr die Kindergartenkinder aus Eichel/Hofgarten mit Eltern, Großeltern, Geschwistern und Freunden im Park des Schlösschens im Hofgarten. Mit ihren Lampions ziehen die Kinder auf die Ostseite des Schlösschens, wo sie die für diesen Tag gelernten Lieder singen.

Hoch zu Pferde tritt auch Sankt Martin auf und teilt seinen Mantel mit dem Bettler. Außerdem zeigt Glasbläser Ittig seine Kunst. Ferner gibt es traditionell wieder Produkte der Papiermühle Homburg zu bestaunen und zu kaufen. Würstchen vom Grill sowie Glühwein und Kinderpunsch sorgen dafür, dass niemand hungern und frieren muss.

Donnerstag, 11. Oktober 2018

Am Ursprung der Malerei der Moderne


Der Förderkreis Schlösschen im Hofgarten  veranstaltete zusammen mit dem Seminar »Kunstgeschichte« der Volkshochschule Wertheim eine Exkursion in die südliche Île-de- France. Knapp vierzig Reiseteilnehmer besichtigten unter der Leitung von Jörg Paczkowski die Schlösser und Parks in Vaux-le-Vicomte, Fontainebleau, Courtance und Champs-sur-Marne, sowie die Kathedrale in Chartres und den Malerort Barbizon. Die Ile-de-France gilt als Wiege Frankreichs, denn das alte Herzogtum Francia mit Paris als Mittelpunkt war die Keimzelle des Königreichs Frankreich. Der Name entstand zum Unterschied zur Île-de-la-Cité, womit die Seine-Insel mit der Kathedrale Notre Dame de Paris gemeint ist.

Barbizon bei Fontainebleau hat zentrale Bedeutung für die Entwicklung der Malerei: Ab 1830 entwickelten Maler, die nach hier gekommen waren, im Wald des Ortes die Freiluftmalerei. Die berühmtesten Künstler ― darunter Millet, Courbet, Corot, Dabigny, Rosseau, die auch in den Winterausstellung 2017/18 im Museum Schlösschen im Hofgarten vertreten waren ― malten hier und hatten im Ort fast jeder ein eigenes Atelier.

Im Museum der »Schule von Barbizon«, durch das Jörg Paczkowski führte, wurde die gegenwärtig laufende Ausstellung, die sich besonders der Tierdarstellung widmete, besichtigt. Der Besuch  der Ortschaft Barbizon und des Museums stand ganz im Zeichen der Beziehung zu dem Museum im Eichler Hofgarten, da hier in der Gegend um Paris jene Entwicklung begann, die zum Impressionismus und zur klassischen Moderne in der Kunst führte, jener Malerei, von der im Hofgartenschlösschen hervorragende Beispiele gezeigt werden.

Dienstag, 20. März 2018

Finissage im Gartensaal

Der Förderkreis Schlösschen im Hofgarten veranstaltet am Sonntag, 25. März,  im Gartensaal des Schlösschens unter dem Motto »Künstler kommen zu Wort« eine Finissage zur Ausstellung »Die Suche nach dem wahren Licht …«. Die Matinee beginnt um 11.15 Uhr und wird bis etwa 12.45 Uhr dauern.

Benno Lehmann aus Mannheim, Constanze Neuendorf aus Wertheim, Sigrun Paas aus Heidelberg und Jörg Paczkowski aus Wertheim werden in verteilten Rollen hintergründige, amüsante und künstlerische Texte von Malern und Schriftstellern des 19. Jahrhunderts rezitieren. Entstehen soll dabei ein Eindruck davon, wie die Maler und anderen Künstler gedacht, gefühlt und die Landschaft erlebt haben. Es überrascht immer wieder, wie sie ihr eigenes Schaffen und Leben auch schriftlich verarbeitet haben.

Die Veranstaltung wird musikalisch umrahmt. Die Zuhörer werden anschließend zu einem Glas Wein eingeladen. Die Ausstellung ist noch über die Ostertage zu besichtigen und wird dann geschlossen.

Dienstag, 31. Oktober 2017

Martinsmarkt im Schlösschenpark

Impression vom »1. Wertheimer Martinsmarkt« im November 2016
im Park des Schlösschens im Hofgarten. -- Foto: Elmar Kellner

Zum zweiten Mal lädt der Förderkreis Schlösschen im Hofgarten zum »Wertheimer Martinsmarkt« im Park ein. War die Auftaktveranstaltung im vergangenen Jahr schon außerordentlich gut besucht, so werden in diesem Jahr noch mehr Kindergartenkinder mit ihren Familien erwartet.

Den Auftakt macht am Freitag, 10. November, um 17 Uhr der Einzug der Kinder mit ihren Martinslaternen durch den abendlichen Schlosspark. Wegen des Abendkonzerts im Schlösschen sind diesmal auf der Freifläche neben dem Café »Sahnehäubchen« wieder allerlei Attraktionen aufgebaut. Auch Würstchen und Heißgetränke gibt es. Außerdem ist wieder St. Martin persönlich, natürlich hoch zu Pferde, mit von der Partie.

Besucher sind herzlich willkommen.

Donnerstag, 26. Oktober 2017

Vorarlberger Impressionen

Die Wertheimer im Angelika-Kaufmann-Museum in Schwarzenberg/Vorarlberg,
wo Bernadette Rüscher (rechts) hervorragend führte. -- Foto: Dr. Jörg Paczkowski
 Das österreichische Bundesland Vorarlberg war Ziel der alljährlichen dreitägigen Exkursion des Förderkreises Schlösschen im Hofgarten. Station auf dem Hinweg war die Stadt Wangen im Allgäu, wo Dr. Jörg Paczkowski durch das Weberzunfthaus mit seinen imposanten Malereien aus der Zeit um 1500 führte. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat sich hier ebenso engagiert wie auf dem historischen Friedhof, dem Campo Santo. In der Stadtkirche wurden Parallelen mit der Wertheimer Stiftskirche herausgearbeitet.

Am zweiten Tag erlebte die Gruppe eine hervorragende Führung in Schwarzenberg von der Museumsmitarbeiterin Bernadette Rüscher. Das dortige Angelika-Kaufmann-Museum befindet sich in einem historischen Wohnstallhaus. Während der vordere Teil das originale Interieur eines Vorarlberger Bauernhauses von 1608 aufweist, befindet sich im hinteren Teil ― dem Stallteil ― ein ganz modernes Museum, das aber die Struktur des Hauses nicht beeinflusst.

Dort wird gegenwärtig die Ausstellung  »Ich sehe mich. Frauenporträts von Angelika Kaufmann (1741–1807)« gezeigt.  Neben einigen Selbstporträts zeigt die Ausstellung berühmte Persönlichkeiten, die Angelika Kaufmann porträtiert hatte. Die Malerin war eine der berühmtesten Künstlerinnen ihrer Zeit und lebte in Rom, wo bedeutende Schriftsteller, Maler und Politiker sie aufsuchten. Auch wenn sie »zufällig«, wie sie schrieb,  in Chur geboren wurde, fühlte sie sich der Heimatgemeinde ihres Vaters immer verbunden. Als 16-Jährige malte sie mit ihm die Dorfkirche von Schwarzenberg aus, und 1801 schenkte sie der Kirche ein in Rom geschaffenes Altarbild.

Am Nachmittag führte Paczkowski durch die Oberstadt von Bregenz, die im Gegensatz zur Unterstadt ihr mittelalterliches Flair erhalten hat.

Am dritten Tag war eine Führung durch das Schloss Arenenberg am Bodensee organisiert. Das Schloss war Aufenthaltsort der holländischen Königin Hortense Beauharnais, deren Mutter mit Napoleon I. verheiratet war, und ihres Sohnes, Napoleon III., der dort seine Jugend verbrachte. Auch König Jérôme, der Bruder von Napoleon I., hielt sich dort auf. Am Hofe von Jérôme in Kassel waren der Wertheimer Graf Georg und seine Frau Ernestine gewesen, die das Hofgartenschlösschen in Wertheim-Eichel um 1815 umgebaut und den Park hatten anlegen lassen. Arenenberg ist fast gleichzeitig ausgestaltet worden. Es ergab sich ein schöner Gedankenaustausch zwischen der Gruppe und den Mitarbeitern des Schlosses Arenenberg, und es konnten viele Anregungen mit nach Wertheim genommen werden.  jp

Montag, 28. August 2017

»Dies gereicht Wertheim zur Ehre«

Besuch von einer Vertreterin der Landesregierung erhielt das Kunstmuseum Schlösschen im Hofgarten. Die unter anderem für den ländlichen Raum zuständige Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch nutzte einen Besuch in Wertheim, um in Begleitung von Bürgermeister und Stiftungs-Vorstandsmitglied Wolfgang Stein das Schlösschen und die Sammlung zur Berliner Secession noch einmal in Ruhe zu genießen.

Im April hatte sie dem Wertheimer Mäzen Wolfgang Schuller das Bundesverdienstkreuz am Bande im Rahmen eines Festaktes im Gartensaal überbracht. Schon damals hatte sie den Wunsch geäußert, Gebäude und Gemälde der ehemaligen Stiftung Wolfgang Schuller näher kennenzulernen. Schuller selbst und Museumskurator Dr. Jörg Paczkowski führten die Staatssekretärin, wobei Paczkowski die Konzeption und die besonderen didaktischen Gesichtspunkte der neu gehängten Ausstellung erläuterte.

Frau Gurr-Hirsch zeigte sich sehr beeindruckt von der Sammlung, die von höchster Bedeutung sei. Ebenso äußerte sie sich sehr anerkennend über das bürgerschaftliche Kulturengagement in Wertheim und die Stiftungen im Schlösschen. Dies gereiche Wertheim zur Ehre, sagte sie.

Sonntag, 21. Mai 2017

»Spurensuche« bei Künstlerfreunden

Im Gartensaal des Schlösschens erklärt Dr. Jörg Paczkowski das Gemälde »Frohe
Botschaft« des Symbolisten Martin Brandenburg. -- Fotos: Friedrich Lehmkühler

Eine Sonderführung mit Kurator Dr. Jörg Paczkowski durch die aktuelle Sommerausstellung des Schlösschens bot der Förderkreis Schlösschen im Hofgarten am Sonntag an. Anlass war der Internationale Museumstag 2017 unter dem Motto »Spurensuche«, das Paczkowski aufgriff, um spannende Einblicke in das Schaffen der beiden so gegensätzlichen und doch engen Künstlerfreunde Hans Baluschek und Martin Brandenburg zu vermitteln und deren Werke vor ihrem gesellschaftspolitischen Hintergrund auf kurzweilige Art zu erläutern. 

Beide Künstler waren Mitglieder der Berliner Secession, die Schwerpunkt einer der Sammlungen des Museums ist. Die Ausstellung »Meine Waffen: Pinsel, Kohle, Feder ... – Der sozialkritische Maler und Mitbegründer der Berliner Secession Hans Baluschek (1870–1935) und sein Künstlerfreund Martin Brandenburg (1870–1919)« zeigt neben eigenen Bildern der Stiftung Schlösschen im Hofgarten rund 40 Leihgaben des Bröhan-Museums Berlin und des Stadtmuseums Berlin.

Im hinteren Treppenhaus des Schlösschens hängen unter anderem Hans
Baluscheks Bilder »Jungfernbrücke« von 1919 und »Berliner Rummelplatz«
von 1914, die Kurator Dr. Jörg Paczkowski hier erläutert.

Freitag, 12. Mai 2017

Blick hinter die Kulissen

Ellen Heibach überreichte zu Beginn der Veranstaltung Dr. Jörg Paczkowski zwei
um 1810 geschaffene Vasen der Königlichen Porzellanmanufaktur Berlin, die nach
dem Willen ihres 2016 verstorbenen Mannes, Botschafter a. D. Bernhard Heibach, der
Porzellansammlung des Schlösschens beigefügt werden sollten. -- Foto: F. Lehmkühler

Neuland betrat der Förderkreis Schlösschen im Hofgarten mit seiner exklusiven Preview-Veranstaltung für seine Mitglieder am gestrigen Donnerstag. Museumschef Dr. Jörg Paczkowski und Dipl.-Restaurator Univ. Georg F. R. Pracher (Würzburg) gaben unter dem Motto »Von der Idee zur Ausstellung« einen Einblick in die umfangreichen Tätigkeiten, die notwendig sind, bis eine Ausstellung eröffnet werden kann.


Jörg Paczkowski (links) und Georg Pracher öffnen die fachgerechte Verpackung
eines aus Berlin ausgeliehenen Gemäldes. -- Fotos: Friedrich Lehmkühler

Diesmal ging es um die Ausstellung »Meine Waffen: Pinsel, Kohle, Feder ... – Der sozialkritische Maler und Mitbegründer der Berliner Secession Hans Baluschek (1870–1935) und sein Künstlerfreund Martin Brandenburg (1870–1919)«. Der schon länger geplante Blick hinter die Kulissen bekam aus aktuellem Anlass eine besonders wirklichkeitsnahe Note. 40 Leihgaben aus dem Berliner Bröhan-Museum und dem Berliner Stadtmuseum waren durch unvorhergesehene Verzögerungen in Berlin erst am Morgen der Preview-Veranstaltung in Wertheim eingetroffen, so dass die Förderkreismitglieder sozusagen in Echtzeit Einblicke in die letzten Tätigkeiten vor Aufhängung der Bilder bekamen.


Georg Pracher hatte im Gartensaal des Schlösschens zahlreiche Fragen der
interessierten Mitglieder des Förderkreises zu beantworten.
Vor allem der hohe Aufwand, der bei der viermaligen fachmännischen Begutachtung ausgeliehener Bilder - Quadratzentimeter für Quadratzentimeter - und der Protokollierung aller Befunde getrieben wird, beeindruckte die Zuschauer. Ausgebildete und erfahrene Restauratoren begutachten beim Leihgeber jedes Bild vor dem Einpacken zum Versand. Ein Kollege am Zielort tut das gleiche beim Auspacken und dann noch einmal beim Wiedereinpacken nach Ende der Ausstellung. Schließlich prüft ein Restaurator des ausleihenden Museums nochmals genauestens beim Wiedereintreffen der Bilder. Diese und viele weitere Schritte sind von der ersten Idee über die Planung bis zur Verwirklichung einer Ausstellung nötig. Das wurde an dem sehr kurzweiligen und hoch interessanten Abend deutlich.
Hausherr Jörg Paczkowski führte durch die Ausstellungsräume, in denen Bilder
und Erläuterungsschilder noch auf die Aufhängung warteten.

Noch am Boden: Hans Baluschek, Großstadtlichter, 1931, Öl auf Leinwand,
nach Wertheim ausgeliehen vom Stadtmuseum Berlin

Freitag, 28. April 2017

Großer Tag für Wolfgang Schuller

Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch gratuliert Wolfgang Schuller. -- Foto: Peter Riffenach

Eine hochverdiente Ehrung wurde am gestrigen Donnerstag dem Wohltäter des Museums Schlösschen im Hofgarten, Wolfgang Schuller (91), zuteil. Wegen Schullers großer Verdienste um das Wertheimer Kulturleben durch großzügige Zuwendungen ebenso wie durch unermüdliche Ehrenamtsarbeit hatte der Bundespräsident ihm das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen, das jetzt von Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch im Rahmen einer Feierstunde im Gartensaal des Schlösschens überreicht wurde.

Die Staatssekretärin würdigte in ihrer Rede Schullers segensreiches Wirken unter anderem für das Wertheimer Grafschaftsmuseum, das Glasmuseum Wertheim und das Museum Schlösschen im Hofgarten. Wie nach ihr auch der Förderkreis-Ehrenvorsitzende und langjährige Schuller-Freund Helmut Schöler betonte sie die Großzügigkeit des Mäzens, der allein dem Schlösschen rund sechs Dutzend Bilder von Künstlern der Berliner Secession überlassen hat und damit wesentlichen Anteil an dem erfolgreichen Nutzungskonzept für die Rettung des Schlösschens durch Wertheimer Bürger hat. In bewegten Worten dankte der Geehrte allen Beteiligten und den teilnemenden Gästen für die gelungene und würdige Veranstaltung.

Fedra Blido am Flügel besorgte die facettenreiche musikalische Begleitung mit Stücken von Bach, Siloti, Schumann und Mendelssohn-Bartholdy. 


Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Wertheim (von links): Förderkreis-
Ehrenvorsitzender Helmut Schöler, Christian Modersohns Schwiegersohn
Reiner Noeres, seine Frau Antje Modersohn, Prinz Georg Friedrich von Preußen,
der Chef des Hauses Hohenzollern, sowie Wolfgang Schuller, Staatssekretärin
Friedlinde Gurr-Hirsch, Bürgermeister Wolfgang Stein. -- Foto: Peter Riffenach

Donnerstag, 23. März 2017

Gespräch mit Heiko Albrecht: Der Fantasie sind wenig Grenzen gesetzt

Gottesdienste im Park des Schlösschens sollen auch in Zukunft zum
Jahresprogramm des Förderkreises gehöre. -- Foto: Elmar Kellner

Wenn es ein Zufall ist, dann ist es ein passender in diesen, auch lokalpolitisch, unruhigen Zeiten: "Aber unterkriegen lassen? Niemals!", heißt die nächste Veranstaltung, mit der die Saison 2017 des Schlösschens im Hofgarten quasi eröffnet wird. Geboten wird am 7. April ein literarisch-musikalisches Programm rund um Erich Kästners Berlin.

"Aber unterkriegen lassen? Niemals!" - das könnte jedoch auch als Motto über der Arbeit des Förderkreises und aller Freunde von Museum und Park stehen. Denn wenn der Rotstift droht, dann geraten mit eher weniger schöner Regelmäßigkeit diese beiden Einrichtungen ins Blickfeld.

Perspektiven erweitern


Und doch setzt Heiko Albrecht, erst jüngst für zwei Jahre wiedergewählter Vorsitzender des Förderkreises Schlösschen im Hofgarten im Gespräch mit den Fränkischen Nachrichten nicht darauf den Schwerpunkt. Seine Themen sind eher Kontinuität und Verlässlichkeit, Strukturen weiter aufzubauen und Perspektiven zu erweitern.

"Wertheim hat ein bestimmtes Gepräge, gerade das macht die Stadt so attraktiv", postuliert er. "Und das gilt bei weitem nicht nur mit Sicht auf Touristen, sondern vor allem auch als Wirtschaftsstandort." Die Arbeit des Förderkreises ziele deshalb auch darauf ab, "dazu beizutragen, dass man sich in Wertheim als Heimat wohlfühlen kann".

Gerade im Hinblick auf den das Schlösschen umgebenden Park verweist Albrecht auf eine lange Tradition und Historie: "Der Park ist eine Einrichtung für alle Bürger. Und als 'Bürgerpark' soll er auch erhalten und weiter gepflegt werden. Denn was wäre die Alternative? Ihn zu schließen und die Zugänge zu versperren."

Und auch das Schlösschen ist für den Vorsitzenden des Förderkreises "nicht nur ein Museum, sondern ein hoch attraktiver Treffpunkt für die unterschiedlichsten Anlässe". Hier könnten Fortbildungen stattfinden, Seminare, Empfänge, aber auch Feiern, wie beispielsweise Hochzeiten.

Das werde in der Öffentlichkeit noch nicht ausreichend so gesehen. Dabei seien der Fantasie nur wenig Grenzen gesetzt. "Okay, ein Rockkonzert wird im Schlösschen oder im Park eher nicht stattfinden können", zieht Albrecht lachend dann gleich selbst eine solche Grenze.

Mehr Sitzplätze auf der Terrasse


Die Stiftung führe die Feder, "aber der Förderkreis ist das Herz", erklärt Albrecht, wie er die Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten sieht. "Da schafft ein konkreter Kreis von 15 bis 25 Personen und erbringt mit seiner Arbeit auch die immer wieder geforderten Eigenleistungen."

Zu dem von ihm so bezeichneten "Dreiklang" gehört für Heiko Albrecht neben Schlösschen und Park auch das Café "Sahnehäubchen". Seit genau vier Jahren führt Ulrike Köhler nun schon das "Tortenparadies", wie der kulinarische Reiseführer "Weiberwirtschaften Baden-Württemberg" das Café genannt hat. Und mit Köhler hat man, lobt Albrecht, die Partnerin gefunden, die man sich erhoffte.

In diesem Jahr sollen nun, in einer Art Pilotprojekt, auf der äußerst beliebten Terrasse weitere Außensitzplätze zu den schon vorhandenen hinzukommen. Damit will man dem Ziel, das nicht nur Albrecht ausgegeben hat, näherkommen und "sichtbar machen, dass im Park Leben ist", erklärt er

"Kein geschlossener Kreis"


Dazu kommt am 11. November der zweite Martinsmarkt am Schlösschen, ebenfalls mit einer gewissen Symbolik behaftet. Die Veranstaltung in Kooperation mit den örtlichen Kindergärten macht doch deutlich, "dass wir kein geschlossener Kreis sind". Weiter - und gerne noch häufiger, wenn es nach dem Vorsitzenden des Förderkreises geht - sollen Gottesdienste im Park stattfinden. Planungen laufen für den Schlosserlebnistag voraussichtlich am 18. Juni und für den Tag des offenen Denkmals am 10. September. Im Schlösschen selbst wird es auch künftig Vorträge geben sowie literarisch-musikalische Abende, wie den am 7. April, und schließlich zu den Ausstellungen passende Veranstaltungen.

Noch einmal zurück in den Park. Für den hat gerade ein ehemaliger Stadtrat vier Bäume gespendet. Passt da nicht Martin Luther dazu, in diesen, auch lokalpolitisch, unruhigen Zeiten: "Und wenn ich wüsste dass morgen die Welt unterginge . . ."

© Fränkische Nachrichten, Montag, 20.03.2017

Montag, 14. November 2016

Lampions, Bratwurst und Glühwein

Mit fröhlichen Liedern erfreuten die jüngsten Besucher des Martinsmarktes
die Erwachsenen und sich selbst. -- Foto: Elmar Kellner
Zu einem großartigen Erfolg ist der »1. Wertheimer Martinsmarkt« des Förderkreises Schlösschen im Hofgarten am Freitag und Samstag im Park des Schlösschens geworden. Mehr als 250 Besucher, darunter viele Kindergartenkinder mit ihren Martinslaternen, waren zum Eichelhofgarten gekommen, um das stimmungsvolle Ereignis mitzuerleben.

Theresa Maak vom Reit- und Fahrverein Wertheim übernahm auf dem
20-jährigen »Charly« den Part des St. Martin. Simone Reiner spielte
den Bettler. -- Foto: Elmar Kellner

Für Licht und Wärme im Novemberdunkel sorgten aber nicht nur die Lampions, sondern vor der hell angestrahlten Rokoko-Kulisse des Schlösschens auch Dieter Hörners mobile Feldschmiede, ein riesiger Grill und beleuchtete Zelte.

In Zusammenarbeit mit dem Museum Papiermühle Homburg prägte außerdem Evi Petzold mit alten Modeln Papiermaché zu zarten Medaillons für repräsentative Weihnachts- und Glückwunschkarten.

Bei Klaus Schulze und Werner Fuchs vom Historischen Verein konnte man an der vom Grafschaftsmuseum Wertheim ausgeliehenen Münzpräge selbst einen Wertheimer Pfennig von 1765, also aus der Entstehungszeit des Schlösschens, aus einem Kupferrohling schlagen.

Am Samstag startete das Markttreiben im Park nochmals, während im Schlösschen selbst die neue Sonderausstellung des Museums eröffnet wurde. Glühwein, Kinderpunsch und Bratwurst fanden bis zum frühen Nachmittag erneut ihre Abnehmer.

Schmied Dieter Hörner aus Kembach an seiner Feldesse, an der Achim Hiller
fleißig das Pedal des Gebläses tritt. -- Foto: Friedrich Lehmkühler

Der Elternbeirat des Kindergartens Eichel/Hofgarten hatte die Zubereitung
und den Verkauf sowohl der Bratwürste ...

... als auch des Glühweins und des Kinderpunsches übernommen. Der Reinerlös
ging an den Kindergarten. -- Fotos: Friedrich Lehmkühler

Sonntag, 30. Oktober 2016

Mit Sankt Martin im Park

Mit dem »1. Wertheimer Martinsmarkt« will der Förderkreis Schlösschen im Hofgarten am 11. und 12. November 2016 eine Idee zur weiteren Nutzung des Parks im Eichelhofgarten umsetzen. Ein buntes Angebot für Jung und Alt soll Gelegenheit für ein schönes Beisammensein bieten.

Auftakt ist am Freitag, 11. November, der Lampionzug der Kindergartenkinder aus Eichel/Hofgarten und Waldenhausen, die um 17 Uhr im Park beim Schlösschen eintreffen werden Mit von der Partie ist St. Martin hoch zu Ross.

In Zelten werden Getränke und Imbiss angeboten, deren Reinerlös der Kindergartenarbeit zufließt. Schmied Dieter Hörner schmiedet an der offenen Esse. Das Museum Papiermühle Homburg bietet Aktivitäten an wie das Prägen von Papier mit alten Modeln. Im Zelt des Grafschaftsmuseums Wertheim kann man mit einem alten Münzstock selbst Nachprägungen eines Wertheimer Kreuzers aus dem 18. Jahrhundert anfertigen. Ende ist um 20 Uhr.

Gleichzeitig mit der Vernissage der neuen Sonderausstellung »Liebermann bis Pechstein – Stadtansichten Berlins in der Malerei der Berliner Secession« am Samstag, 12. November, um 11 Uhr im Gartensaal öffnet draußen im Park noch einmal der Martinsmarkt, bis das Markttreiben um 15 Uhr endet.