Dienstag, 28. November 2017

Audrey und Hubert im Gartensaal

Rund 60 Personen versammelten sich im Schlösschen zum Themenabend
über die Marke Givenchy und ihren Gründer. -- Fotos: Heiko Albrecht

Fast 60 Besucher kamen zu einer Veranstaltung, die die Parfümerie Akzente in Wertheim und der Förderkreis Schlösschen im Hofgarten gemeinsam angeboten hatten, in den Gartensaal des Schlösschens. Unter dem Titel »Hommage à Hubert de Givenchy – Duftlesung im Hofgartenschlösschen« präsentierte Givenchy-Vertreterin Jacqueline Fiebig von LVMH Düsseldorf Einblicke in die persönliche und unternehmerische Geschichte des 1927 geborenen französischen Edelmanns.

Vor allem das enge und freundschaftliche Verhältnis de Givenchys zu der Filmschauspielerin Audrey Hepburn, das seit den frühen 1950er Jahren so entscheidend für de Erfolg des Modeschöpfers und später auch Parfumiers gewesen war, wurde von Frau Fiebig beleuchtet. Auch das Unternehmen, das er 1988 an den weltweiten Branchenführer der Luxusgüterindustrie Moët Hennessy Louis Vuitton (LVMH) verkauft hatte und aus dem der Gründer sich aus Altersgründen 1996 auch als Designer ganz zurückgezogen hat, stellte Frau Fiebig vor.

Mit dem Test edler Givenchy-Düfte für alle interessierten Besucher und in vielen Gesprächsrunden, die eine ganze Weile über das offizielle Ende der Veranstaltung hinausgingen, endete ein besonderer Abend im Schlösschen.

Jacqueline Fiebig (Mitte) hielt nicht nur den Vortrag, sondern präsentierte
auch einzelne Parfums von Givenchy.

Mittwoch, 22. November 2017

Julia Dietrich, Komet am Musikhimmel

Jungstar Julia Dietrich (13) mit ihrer Harfe.
Vorlage: Jürgen-Ponto-Stiftung

Ein vorweihnachtliches Schlösschenkonzert mit Werken von Georg Friedrich Händel bis Nino Rota findet am Samstag, 2. Dezember, um 20 Uhr im Gartensaal des Schlösschens statt. Zu Gast ist die bereits international erfolgreiche, preisgekrönte Harfenistin Julia Dietrich (13), Stipendiatin der Jürgen-Ponto-Stiftung. Die 2004 in Tokio geborene Künstlerin lebt in Essen und ist Jungstudentin der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf. Seit 2015 besucht sie außerdem Meisterkurse der Harp Master Academy in Bern.

Zur Aufführung gelangen Werke von Händel, Scarlatti, C.P.E. Bach, Spohr, Debussy, Walther-Küne, Tschaikowski, Gliere, Tailleferre und Nino Rota, die zwischen 1685 und 1911 entstanden sind.

Die Veranstaltung wird von der Alfred-Prassek-Stiftung unterstützt. Die Gesamteinnahmen kommen dem Museum Schlösschen im Hofgarten zugute. Nach dem Konzert sind die Besucher zu einem kleinen Empfang eingeladen.

Karten zu 15 Euro gibt es im Vorverkauf im Fotoatelier Udo Schäfer, Lindenstraße 14 (Hotel Kette), Wertheim; telefonische Bestellung unter 09342/6183.


Montag, 13. November 2017

Martinsmarkt: Trotz Regens ein Erfolg


Sankt Martin und der Bettler im Park zwischen Schlösschen und Café.
Fotos (6): Friedrich Lehmkühler
Ein paar Regentropfen taten dem Gesng der Kindergartenkinder keinen Abbruch.

Über 200 Besucher, vor allem Kindergartenkinder und ihre Eltern und Großeltern, ließen sich trotz windigen Regenwetters am Freitag nicht davon abhalten, zum 2. Wertheimer Martinsmarkt in den Park des Schlösschens im Hofgarten zu kommen. Mit ihren bunten Laternen zogen die kleinen Besucher in der Abenddämmerung durch den Park zur Freifläche beim Café »Sahnehäubchen«, wo Mitglieder des Förderkreises Schlösschen im Hofgarten Stände und ein kleines Zeltdorf aufgebaut hatten.

Als schließlich Sankt Martin (Meike Fertig) hoch zu Ross erschien, sangen die Kinder ihre fröhlichen Lieder, wie sie seit Generationen an diesem Tag gesungen werden, als Sankt Martin seinen roten Mantel mit dem frierenden Bettler teilte.

Elternvertreter des Kindergartens Hofgarten brieten dann Bratwürste und schenkten Kinderpunsch und Glühwein aus. Außerdem hatte wieder Schmied Dieter Hörner aus Kembach seine Esse und seinen Amboss aufgebaut, an denen die Funken flogen. In einem der Zelte verkaufte Evi Petzold Karten und Schmuckelemente aus dem Museum Papiermühle Homburg. Als Attraktion für die Kinder erwies sich der Glasbläserstand von Hans-Joachim Ittig, an dem die Kinder ihre eigene bunte Christbaumkugel blasen durften. 

Bratwürste waren ebenso wie Kinderpunsch und Glühwein an dem
feucht-kalten Abend sehr gefragt.
Immer dicht umlagert war der Glasbläserstand von Hans-Joachim Ittig.
Selbst die Kleinsten pusteten schon kräftig für eine eigene Christbaumkugel.

»Vorsicht, ganz heiß!« Der kleine Ben muss noch warten, bevor er
seine eigene Kugel mitnehmen darf.

Mittwoch, 8. November 2017

Hommage à Hubert de Givenchy

Hubert de Givenchy in seinem Atelier -- © Givenchy Parfums

Er ist einer der ganz Großen unter den Pariser Modeschöpfern des 20. Jahrhunderts, der blaublütige Hubert de Givenchy. In diesem Jahr ist er 90 Jahre alt geworden. Seine Muse, mit der ihn eine lebenslange Freundschaft verband, war Audrey Hepburn, für die er edle Kleidungsstücke für ihre Filmrollen und für ihren privaten Gebrauch entwarf. Aber auch andere Größen aus Kunst und Gesellschaft gehörten zu seinen treuen Kundinnen, etwa Grace Kelly, Jacqueline Kennedy und Marlene Dietrich.

In Zusammenarbeit mit der Parfümerie Akzente in Wertheim richtet der Förderkreis Schlösschen im Hofgarten am Donnerstag, 23. November, eine Veranstaltung zu Ehren des kreativen Aristokraten aus, dessen Name auch in der Welt edler Düfte einen großen Klang hat.

»Hommage à Hubert de Givenchy – Duftlesung im Hofgartenschlösschen«, ist der Titel des Ereignisses, zu dem Einladungen versandt worden sind. Jacky Fiebig von der Firma Givenchy wird über die Marke Givenchy, über ihre Entstehung und Geschichte sowie über die mit ihr verbundenen wichtigsten Personen sprechen. Sie stellt außerdem zwei Neuheiten aus der Duftwelt vor, welche vor Ort probiert werden können. Auch kleine Präsente warten auf die Teilnehmer.

Der Förderkreis setzt damit die Reihe seiner Veranstaltungen über erlesene Hutmode und klangvolle Namen aus der Welt der Parfums fort.



Dienstag, 31. Oktober 2017

Martinsmarkt im Schlösschenpark

Impression vom »1. Wertheimer Martinsmarkt« im November 2016
im Park des Schlösschens im Hofgarten. -- Foto: Elmar Kellner

Zum zweiten Mal lädt der Förderkreis Schlösschen im Hofgarten zum »Wertheimer Martinsmarkt« im Park ein. War die Auftaktveranstaltung im vergangenen Jahr schon außerordentlich gut besucht, so werden in diesem Jahr noch mehr Kindergartenkinder mit ihren Familien erwartet.

Den Auftakt macht am Freitag, 10. November, um 17 Uhr der Einzug der Kinder mit ihren Martinslaternen durch den abendlichen Schlosspark. Wegen des Abendkonzerts im Schlösschen sind diesmal auf der Freifläche neben dem Café »Sahnehäubchen« wieder allerlei Attraktionen aufgebaut. Auch Würstchen und Heißgetränke gibt es. Außerdem ist wieder St. Martin persönlich, natürlich hoch zu Pferde, mit von der Partie.

Besucher sind herzlich willkommen.

Ottmar Hörl im Atelier Schwab


Ottmar Hörl ist ein Künstler, der an vielen Schnittstellen arbeitet. Er wirkt als Konzeptkünstler, Bildhauer, Installations-, Aktions-, Foto- und Objektkünstler – zudem hat er auch eine Professur an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg inne, wo er lange Jahre auch als Präsident wirkte. Sein Werk, so populär es auch geworden ist, vielfach ausgezeichnet, ausgestellt und in bedeutenden Sammlungen verwahrt, es lässt sich stilistisch nicht einordnen – auch wenn er vor allem durch seine Skulpturen und großen Installationen bekannt geworden ist.

Der in Nürnberg und Wertheim-Dietenhan lebende Künstler hat einen großen Anspruch: »Ein Bildhauer definiert sich nicht dadurch, dass er tonnenweise Material hinschüttet, Förmchen drapiert und sich auf der schmalen Werkspur der Identifizierbarkeit selbst verwirklicht«, so Hörl, »sondern dadurch, dass er Materie in Bewegung versetzt. Wie ein Zauberer.«

Und so ist es auch mit seinen neuen Gemälden der Serie »Dialog über das Große Rasenstück«, die jetzt im Atelier Schwab zu sehen sind. Der im Serien- und Ausstellungstitel angedeutete Bezug zum bekannten Dürer-Aquarell »Das große Rasenstück« aus dem Jahr 1503 ist markant. Als »Dialog« mit diesem weltbekannten Stillleben versteht Hörl seine Arbeit, seine Malerei.

Die Ausstellungseröffnung findet am Donnerstag, 9. November, um 19.30 Uhr im Atelier Schwab, Schlossgasse 9, in Wertheim statt. Neue Öffnungszeiten: Samstag 15 bis 17 Uhr und Sonntag 11 bis 13 und 15 bis 17 Uhr.

Außerdem bietet das Atelier am Sonntag, 12. November, um 11 Uhr ein Konzert mit der Berliner Jazzpianistin und Komponistin Julia Kadel an. Der Eintritt beträgt 15 Euro; Reservierung unter Telefon 0173-6719192 oder per E-Mail unteratelier@johannes-schwab.com.

Freitag, 27. Oktober 2017

Vom Atelier ins Freie

Camille Pissarro, Varennes St. Hilaire, 1863.

In der dunklen Jahreshälfte kann man im Museum Schlösschen im Hofgarten  auf »Die Suche nach dem wahren Licht« gehen. Die so betitelte Sonderausstellung zeigt Werke von über 40 Künstlern des 19. Jahrhunderts. Beginnend mit der Malerei des frühen Realismus von 1800 bis 1850 erstreckt sich der Überblick bis zur Freilichtmalerei und zum deutschen Impressionismus im frühen 20. Jahrhundert.

Das Phänomen Licht nimmt bei den Malern des 19. Jahrhunderts eine ganz neue Dimension an. So wurde zu Beginn des Jahrhunderts bei den Landschaftsmalern noch im Atelier gearbeitet — eine Arbeitsweise, die auch für die in Italien aufgenommen Veduten galt. Um 1840 wandten sich Künstler in Frankreich einer neuen Licht- und Farbperspektive zu, der Malerei en plein air (draußen) und damit dem natürlichen Licht. In der Zeit nach 1850 gewann auch in Deutschland die Freilichtmalerei langsam Beachtung bei den Künstlern. Doch erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts fanden Einflüsse aus der französischen Malerei Eingang in die deutsche Kunst und mündeten bis etwa 1910 in den deutschen Impressionismus der Künstler um Max Liebermann.

Die Ausstellung umfasst etwa 70 Gemälde verschiedener Bildgattungen aus Privatbesitz mit Ansichten aus Deutschland, Italien und Frankreich. Die Ausstellung ist in vier Themengruppen gegliedert. Unter den ausgestellten Künstlern sind unter anderem Berühmtheiten wie Jean-Baptiste Camille Corot, Gustave Courbet, Camille Pissarro. Lovis Corinth, Max Slevogt oder Carl Spitzweg vertreten.

Die Ausstellung »Die Suche nach dem wahren Licht — Vom frühen Realismus über die Freilichtmalerei der Schule von Barbizon zum Impressionismus« ist vom 12. November bis zum 2. April geöffnet. Dazu werden Vorträge und Führungen sowie ein 80-seitiges Begleitheft angeboten.

Gustave Courbet, L'Hiver (der Winter), 1872.