Dienstag, 20. Oktober 2015

»Kunst & Hut« im Gartensaal

Zwei Modelle von Richard Lang -- Vorlage: Hutatelier Lang

Ein Leckerbissen für alle Freunde der Kunst und der Hutmode wartet am Sonntag, 15. November 2015, ab 14 Uhr im Schlösschen auf die Besucher. Unter dem Titel »Kunst & Hut« gibt es zunächst eine Führung durch die neue Ausstellung »Die Kruses« durch Museumsdirektor Dr. Jörg Paczkowski. Ab 15 Uhr schließt sich unter dem Motto »Hut tut gut« eine Hutmodenschau des Walldürner Ateliers Lang an - ein Highlight für alle modebewussten Frauen.

Richard Langs Kreationen sind auf Laufstegen in Paris, London und New York zu Hause, wo internationale Modedesigner sie gern zur Ergänzung ihrer Modeschöpfungen einsetzen. Lang selbst bezeichnet seine Hüte als Objekte, die Gelassenheit mit Stil und eine klare Harmonie charakterisieren: »Eine Aura der Achtung und Neugierde umgibt die Trägerin eines Lang-Hutes, weil nicht alles an ihr durchschaubar ist.«

Im Anschluss findet ein Stehempfang mit kleinen Köstlichkeiten statt. Daneben gibt es Gelegenheit, die Modeexponate persönlich in Augenschein zu nehmen.

Ein Unkostenbeitrag wird erhoben. Um Anmeldung zu der Veranstaltung wird gebeten unter j.paczkowski@schloesschen-wertheim.de, 06282/258 (Telefon) oder 09342/932210 (Fax). 


Lang-Hut als perfektes Accessoire -- Vorlage: Hutatelier Lang

Donnerstag, 1. Oktober 2015

»Die Kruses« in zwei Museen zu Gast

Käthe und Max Kruse, 1903 -- Vorlage: Museen Donauwörth

Das Museum Schlösschen im Hofgarten widmet sich mit seiner eigenen Sammlung den Künstlern der Berliner Secession. Eine neue Sonderausstellung zu diesem Künstlerkreis befasst sich nun mit dem Bildhauer Max Kruse, seiner Familie sowie den befreundeten Künstlern. Zu sehen ist die neue Ausstellung ab 7. November. Die Ausstellung »Die Kruses« ist wegen ihres Umfanges auf zwei Wertheimer Museen, Schlösschen im Hofgarten und Grafschaftsmuseum, aufgeteilt.

Max Kruse und sein Anhang werden im Schlösschen im Hofgarten zu sehen sein, das Grafschaftsmuseum widmet sich Käthe Kruses Puppen und dem Werk ihres jüngsten Sohnes Max, des kürzlich verstorbenen Kinderbuchautors. Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Käthe-Kruse-Puppen-Museum Donauwörth.

Stammvater der Künstlerfamilie war der Berliner Bildhauer und Bühnenbildgestalter Max Kruse (1854–1942). Wie sein Bruder Oskar Kruse-Lietzenburg (1847–1919) gehörte er der Künstlervereinigung Berliner Secession an. Aus erster Ehe Max Kruses mit Anna Pavel ging die Tochter Annemarie (1889–1977) hervor, die ihre Ausbildung zur Künstlerin bei Henri Matisse in Paris erhielt. Hier lernte sie ihren späteren Ehemann, den Russen Igor von Jakimow (1885–1962) kennen. Er war Maler und Bildhauer zugleich. Die Söhne der beiden, Erasmus (1918 – 1944) und Igor (1914 - 1944) sowie die Tochter Marina (* 1922) waren ebenfalls künstlerisch aktiv.

In zweiter Ehe heiratete Max Kruse die Schauspielerin Katharina Johanna Simon (1883–1968), die spätere Puppenkönigin Käthe Kruse. Von ihr wird ein großartiges Puppensortiment aus den verschiedensten Schaffensperioden gezeigt. Aus der Verbindung Käthes mit Max Kruse gingen sieben Kinder hervor, die alle in künstlerischen Bereichen tätig werden sollten. Vom jüngsten Sohn, Max Kruse jun. (1921-2015), dem Schöpfer des legendären »Urmel«, werden Bücher und ihre Verfilmungen gezeigt.

Von den zahlreichen Malerfreunden der Kruses präsentiert die Ausstellung Werke von Kollegen der Berliner Secession wie Max Slevogt, Maria Slavona und Sabine Lepsius wie auch der Bildhauer August Gaul, Louis Tuaillon und Renée Sintenis, darüber hinaus Gemälde von Hans Purrmann, dem Leiter der Matisse-Schule in Paris, seiner Frau Mathilde Vollmoeller-Purrmann, Friedrich Ahlers-Hestermann, Adolf Hacker und Ida Gerhardi.

Die Ausstellung wird vom 7. November 2015 bis 28. Februar 2016 zu sehen sein. Ausstellungseröffnung ist am Samstag, 7. November, um 11 Uhr im Gartensaal des Schlösschens im Hofgarten sowie um 14.30 Uhr im Grafschaftsmuseum. Weitere Informationen zur Ausstellung gibt es unter Telefon +49-9342/301-511.

Für die Ausstellung öffnet das Hofgartenschlösschen erstmals auch im Winter. Die veränderten Öffnungszeiten vom 7. November (Ausstellungseröffnung) bis 28. Februar 2016: Dienstag bis Samstag, 13 bis 17 Uhr, sowie an Sonn- und Feiertagen 12 bis 18 Uhr. Wie auch das Grafschaftsmuseum bleibt das Schlösschen am 24. und 31. Dezember geschlossen.



Max Kruse, Siegerbote von Marathon, 1881, Original in
der Alten Nationalgalerie in Berlin, Kopie im Besitz der
Stiftung Schlösschen im Hofgarten.

Montag, 13. Juli 2015

Tausende besuchen Gartenmesse

Sonntagvormittag: Lebhaftes Publikumsinteresse vor dem ganz großen
Ansturm -- Fotos: Friedrich Lehmkühler
Die traditionelle Messe »Gartenwelten«, die jedes Jahr am zweiten Juliwochenende im Park des Schlösschens im Hofgarten stattfindet, war auch dieses Mal wieder ein wahrer Publikumsmagnet. Viele Tausend Gartenfreunde nutzten das sommerliche Wetter am Samstag und Sonntag, um sich Anregungen für ihr häusliches Umfeld zu holen oder gleich Pflanzen, Gartenmöbel und allerlei Handwerkszeug und Zubehör mit nach Hause zu nehmen.

Guten Zuspruch fand auch die im Innern des Schlösschens laufende Ausstellung »Gotthardt Kuehl, Wilhelm Trübner, Heinrich Breling – Drei Maler des deutschen Impressionismus im Umkreis Max Liebermanns«, die neben dem hochrangigen Kunstgenuss auch klimatisierte Räume zur Erholung für Geist und Körper bot.


Stauden, Blumen, Kräuter: Man fand, was man suchte.
Ein Blickfang für den Garten, nicht für alle erschwinglich.
Accessoires und Ausrüstungsdinge für drinnen und draußen.
Wer Hunger hatte, bekam auch seine Chance.

Dienstag, 7. Juli 2015

Ausflugsziel Schlösschen

Ohne deshalb großes mediales Interesse zu wecken, ergreifen Jahr für Jahr immer mehr Wertheimer Besitz von Schlösschen und Park. Das Ensemble ist immer wieder Ziel von Bürgern, die auswärtigen Gästen die Schönheiten ihrer Stadt zeigen, von Vereinen und anderen Gruppen oder auch den Teilnehmern von Familientreffen und Familienfeiern.

Als ein Beispiel sei der Besuch von Mitgliedern der Facebook-Gruppe »Du kennst Dein Wertheim, wenn ...« vor einigen Tagen erwähnt. Nachdem Museumsmitarbeiter Kurt Bauer die Teilnehmer durch Park und Schlösschen geführt hatte, ließen alle den Nachmittag bei hochsommerlichem Wetter auf der Terrasse des »Cafés Sahnehäubchen« ausklingen, das im ehemaligen Gärtnerhaus im Schlosspark untergebracht ist und sich zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt hat.


Krönender Abschluss eines schönen Ausflugs -- Foto: Privat

Samstag, 30. Mai 2015

Bilderbuchstart in die Saison

Überfüllt: Gartensaal bei der Ausstellungseröffnung --- Fotos (7): Friedrich Lehmkühler
Das war ein Saisonstart wie aus dem Bilderbuch. Rund 120 Besucher waren am Samstag ins Schlösschen gekommen, um bei der Eröffnung der Ausstellung »Gotthardt Kuehl, Wilhelm Trübner, Heinrich Breling – Drei Maler des deutschen Impressionismus im Umkreis Max Liebermanns« dabei zu sein. Die Stühle reichten nicht, etliche Gäste mussten stehen oder auf den Fensterbänken sitzen. Sogar aus der Liebermann-Galerie, ein halbes Stockwerk über dem Gartensaal, folgten Besucher, die keinen anderen Platz mehr gefunden hatten, den Ansprachen.

Museumsdirektor Dr. Jörg Paczkowski beleuchtete in seinem einführenden Vortrag das freundschaftliche Verhältnis der drei Maler, die – so wie jetzt in Wertheim – noch nie zusammen ausgestellt worden seien, und ihre Bedeutung für die Entwicklung des deutschen Impressionismus. 

Der Förderkreis Schlösschen im Hofgarten hatte anschließend zu einem Picknick im Park geladen und mit einer guten Vorbereitung durch seine Mitglieder Zeugnis von der Leistungsfähigkeit eines Vereins mit motivierten ehrenamtlichen Kräften gegeben. Der größte Teil der Eröffnungsteilnehmer nahm die Gelegenheit wahr, allerlei Delikatessen bei einem Glas Wein und guten Gesprächen zu probieren. Dass auch das Wetter passte, war eine glückliche Dreingabe und ein gutes Omen für die neue Saison.

Impressionen vom Picknick im Park ...

Dienstag, 5. Mai 2015

Drei Impressionisten zu Gast

»Gotthardt Kuehl, Wilhelm Trübner, Heinrich Breling – Drei Maler des deutschen Impressionismus im Umkreis Max Liebermanns«, so heißt die Ausstellung, mit der das Museum Schlösschen im Hofgarten am Samstag, 30 Mai, in die Saison startet.

Die Ausstellung zeigt Gemälde der Stiftung Schlösschen im Hofgarten aus dem Bestand der ehemaligen Stiftung Wolfgang Schuller  sowie zahlreiche Leihgaben aus Museen (Greifswald, Schweinfurt, Lübeck, Fischerhude) und Privatbesitz. Der Lübecker Maler Gotthardt Kuehl (1850–1915), ein enger Freund Max Liebermanns, ist bekannt für seine impressionistischen Städteansichten und Kircheninterieurs und stellte häufig mit der Berliner Secession aus. Der gleichaltrige Wilhelm Trübner (1851–1917) malte ebenfalls zahlreiche Stadtansichten und Landschaftsgemälde und war bei fast allen Secessions-Ausstellungen beteiligt. Er war enger Freund von Heinrich Breling. Heinrich Breling (1849–1914), der Schwiegervater von Otto Modersohn, wurde 1883 von König Ludwig II. zum königlichen Professor an der Akademie der Künste in München ernannt,  bevor er sich in seiner norddeutschen Heimat niederließ und sich der Landschaftsmalerei widmete.

Die Ausstellung ist bis zum 27. September geöffnet.


Heinrich Breling, Der Lichtstrahl, um 1906, Öl auf Leinwand, Fischerhuder Kunstkreis

Mittwoch, 29. April 2015

Kunst und Picknick zum Auftakt

Mit dem Mai nähert sich das Ende der verlängerten Zwangspause unseres Museums, die durch die Sanierung der historischen Fenster bedingt war, wie wiederholt berichtet worden ist. Mit dem Jahresprogramm befasste sich am Dienstag nochmals der Vorstand des Förderkreises Schlösschen im Hofgarten.

Offizieller Saisonstart des Museums ist demnach mit der Eröffnung der Ausstellung »Gotthardt Kuehl, Wilhelm Trübner, Heinrich Breling – Drei Maler des deutschen Impressionismus im Umkreis Max Liebermanns«  am Samstag, 30. Mai, um 11 Uhr im Gartensaal des Schlösschens. Im Anschluss veranstaltet der Förderkreis im Park des Schlösschens ein Picknick, für das jeder seine Speisen und Getränke mitbringt. Zu beiden Veranstaltungen sind alle Freunde des Schlösschens eingeladen.

So sah es beim Picknick im Park im Juni 2014 aus. In diesem
Jahr findet das Picknick im Anschluss an die Ausstellungseröffnung
am Samstag, 30. Mai, statt. -- Foto: Friedrich Lehmkühler
Bereits am Sonntag, 10. Mai, steht um 17 Uhr in der Reihe »Meisterkonzert im Schlösschen« ein Kammerkonzert mit Andreas Reiner, Violine, und Desar Sulejmani, Klavier, auf dem Programm. Zu Gehör gebracht werden Werke von Ludwig van Beethoven, Felix Mendelssohn-Bartholdy u.a. Veranstalter ist der Kulturkreis Wertheim.