Donnerstag, 27. März 2014

Matinée und Picknick

Eine schöne Ergänzung des Jahresprogramms meldet das Museum Schlösschen im Hofgarten. In einer Matinée wird am Sonntag, 29. Juni, um 11.15 Uhr Prof. Dr.-Ing. Hans Stimmann anlässlich der Heinrich-Zille-Ausstellung einen Vortrag über die städtebauliche Entwicklung Berlins seit Zille halten. Stimmann war bis 2006 Senatsbaudirektor in der Senatsverwaltung für Bau- und Wohnungswesen in Berlin. Er prägte damit das Baugeschehen in der Stadt. Sein Ansatz, sich am historischen Stadtgrundriss und an der lokalen Bautypolgie zu orientieren, hat sowohl sehr viele Befürworter gehabt (»Enge Vorgaben sind wichtig«) als auch leidenschaftliche Gegner, die darin eine Gängelung des Architekten sehen.

Stimmann ist Professor am Institut für Stadtbaukunst der Technischen Universität Dortmund, gehört vielen Jurys an, unter anderem mit Daniel Liebeskind für ein Bauvorhaben in Danzig und gegenwärtig in Moskau für einen Bebauungsplan von 13'000 Hektar. Er pflegt enge Beziehungen zu polnischen Städten und Architekten.

Im Anschluss an die Matinée findet das bereits angekündigte Picknick im Park des Schlösschens statt.

Dienstag, 11. März 2014

Schlösschen im Fernsehen

Eine Woche lang war ein Fernsehteam des Südwestrundfunks mit der Sendung »SWR-Landesschau MOBIL« in Wertheim zu Gast. Donnerstags stand das Schlösschen im Mittelpunkt. Wer die Sendung verpasst hat, kann im Internet nachschauen, wie unser Schlösschen abgeschnitten hat. Hier der Link: http://swrmediathek.de/player.htm?show=b0f0b8e0-9fe5-11e3-ae84-0026b975f2e6

Im Begleittext des SWR heißt es: »Der Abriss war bereits beschlossene Sache, doch die Wertheimer wehrten sich. Nur durch vereintes bürgerschaftliches Engagement konnte das Schlösschen im Hofgarten schließlich erhalten werden. Heute lebt es vor allem durch das Engagement privater Spender und behergt zahlreiche Kunstschätze.«

Das Startbild des Beitrags des SWR-Fernsehens über das Schlösschen mit SWR-Mobil-Reporter Michael Kost. -- Vorlage: SWR

Die 30-Minuten-Sammelsendung für die ganze Woche gibt es hier: http://swrmediathek.de/player.htm?show=8f7ed8a0-a174-11e3-b6b7-0026b975f2e6

Montag, 3. Februar 2014

Unser Jahresprogramm 2014

Das Schlösschen  ist vom 30. März bis  zum 3. August 2014 geöffnet. Anschließend finden in diesem Jahr dringend notwendige Sanierungsarbeiten statt, die nur bei günstigen Außentemperaturen möglich sind.

Sonntag,  30. März, 11.15 Uhr 
Saisoneröffnung mit einer Matinée 

Wir laden unsere Förderkreis-Mitglieder zu einer Matinée ein, um ihnen die Neuzugänge unserer Museumssammlung vorzustellen. Uns wurden einige Bilder als Dauerleihgabe oder als Spende aus Privatbesitz überlassen. Gleichzeitig werden wir unsere Stiftungsbilder (Stiftung W. Schuller), nachdem sie in drei Ausstellung mit großem Erfolg (Schloss Achberg, Museum Kronberg, Stiftung Gerisch in Neumünster) gezeigt worden sind, wieder neu präsentieren. Gäste sind willkommen! 

Sonntag, 11. Mai 
Meisterkonzert des Kulturkreises 

Donnerstag, 22. Mai, 19.00 Uhr 
Preview für Förderkreis-Mitglieder zur Ausstellung 

»In’s  Thal der Franken möcht ich fahr’n  – Heinrich Zille (1858–1929 ) zu Gast im Hofgartenschlösschen«. Der Titel der Ausstellung wurde einer farbigen Zeichnung von Heinrich Zille entnommen, die im Bestand der Stiftung W. Schuller ist. Die Ausstellung wird den »gesamten« Zille zeigen, also Zeichnungen, Grafiken und Fotografien. Gleichzeitig werden Plastiken seines Künstlerfreundes August Gaul, der besonders bekannt ist für seine einmaligen Tierdarstellungen, gezeigt. Beide Künstler waren Mitglied der Berliner Secession.

Freitag, 23. Mai, 16.30 Uhr 
Ausstellungseröffnung Zille/Gaul  

Sonntag,  29. Juni 
Picknick im Park 

Samstag/Sonntag, 12./13. Juli 
Gartenwelten 

Freitag bis Sonntag, 19./21. September 
Exkursion des Förderkreises 

Zum Programm dieser Reise gehört unter anderem der Besuch des Museums »Havelländische Malerkolonie« in Ferch mit der Ausstellung »Theo von Brockhusen  - Tradition und Moderne« (auch unsere Stiftung besitzt ein Bild dieses Künstlers). Ferner sind eine Führung durch das Schloss und den Park Klein-Glienecke (Anlage ungefähr gleichzeitig mit unserem Eichler Hofgarten) sowie die Besichtigung von zwei Museen in Berlin vorgesehen.  

Sonntag, 19. Oktober 
Meisterkonzert des Kulturkreises 

Zudem sind noch einige Vorträge vorgesehen, deren Termine über unsere Internetauftritte und die Lokalpresse rechtzeitig mitgeteilt werden.

Dieser Zeichnung von Heinrich Zille (1858—1929) ist das Motto
der Frühlingsausstellung entlehnt, die im Mai im Schlösschen
beginnt. -- Vorlage: Museum Schlösschen im Hofgarten
 

Heimkehrer und neue Schätze

Wieder daheim in Wertheim sind in den nächsten Tagen und Wochen etliche Bilder aus dem Bestand der Stiftung Schlösschen im Hofgarten, die aus der früheren Stiftung Wolfgang Schuller stammen. Sie waren unterwegs in drei namhaften Ausstellungen in Schloss Achberg sowie in Kronberg/Taunus und in der Stiftung Gerisch in Neumünster/Schleswig-Holstein.

Am Sonntag ging im Museum Kronberger Malerkolonie die Ausstellung »Philipp Franck und die Berliner Secession von Max Liebermann bis Lesser Ury« zu Ende, in der mehrere Wertheimer Bilder zu sehen waren, darunter »Träumerei« von Fritz von Uhde (1848-1911), das Titelbild der Ausstellung.

Zur Saisoneröffnung am Sonntag, 30. März, um 11.15 Uhr stellt das Museum Schlösschen im Hofgarten im Rahmen einer Matinée nicht nur Neuzugänge der eigenen Sammlung aus Dauerleihgaben oder Spenden aus Privatbesitz vor, sondern präsentiert auch die von den drei auswärtigen Ausstellungen heimgekehrten Werke neu. 


Samstag, 23. November 2013

Glanz von Gold und Silber

Schmuckdose mit Wertheim-Motiv um 1900 -- Vorlage: Grafschaftsmuseum Wertheim
Das Volkslied »Gold und Silber lieb' ich sehr« ist das Motto der neuen Ausstellung im Grafschaftsmuseum, die am Dienstag, 26. November, eröffnet. Sie zeigt neben echtem Gold und Silber auch deren Abwandlungen im bürgerlichen und bäuerlichen Haushalt anhand ausgewählter Stücke des 17. bis 20. Jahrhunderts. Die Exponate stammen aus der Museumssammlung oder sind Leihgaben aus kirchlichem und privatem Besitz. Das Begleitprogramm sieht neben Führungen auch Lesungen von Märchen und Sagen zum Thema Gold vor. 

Die Edelmetalle sind seit jeher Ausdruck von Luxus, aber auch der Ehrerbietung. Einerseits wird das Streben danach oft als Oberflächlichkeit abgetan, andererseits zeigt seine Verwendung für rituelle und religiöse Objekte auch den Stellenwert der damit vollzogenen Handlung. Das seltene und daher wertvolle Material hebt die Gegenstände wie auch deren Besitzer oder Benutzer aus dem Alltäglichen heraus. So sind Prunkgeschirre des Adels wie auch Kirchenschätze und Ratssilber besonderen Anlässen vorbehalten und damit Zeichen der Abgrenzung. 

Imitationen der Edelmetalle sind bis in alle Lebensbereiche vorgedrungen, um auch weniger Wohlhabenden das Gefühl von Luxus zu geben und Feste und Ehrentage zu kennzeichnen und zu veredeln: Goldränder an Porzellan für festliche Gelegenheiten, goldene Borten und Stickereien an Festtagskleidung, geprägtes Papier an religiösem Wandschmuck und Glückwunschkarten, Goldleisten an Bilderrahmen, bis hin zu Goldflitter und -drähten an den Wertheimer Brautkronen und am Christbaumschmuck. Die festliche Tafel des ländlichen Haushalts schmückte Bauernsilber aus verspiegeltem Glas oder blankgeputztes Zinn, das wie Silber glänzte. 

Die Ausstellung wird bis 21. April 2014 zu sehen sein. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.grafschaftsmuseum.de.

Freitag, 22. November 2013

Es weihnachtet im Glasmuseum

Christbaumschmuck im Glasmuseum Wertheim -- Foto: Friedrich Lehmkühler
Es funkelt und glitzert wieder im Glasmuseum Wertheim vom  Adventssamstag, 30. November, bis zum 6. Januar 2014. Mit der jährlichen Weihnachtsausstellung erinnert das Glasmuseum an die Herkunft der Wertheimer Laborglasindustrie aus Thüringen. In zwölf Vitrinen funkelt die historische Christbaumschmuck-Sammlung mit Schmuck aus Thüringen und Gablonz (Böhmen) und veranschaulicht die Geschichte des gläsernen Baumbehangs von seinen Anfängen in Thüringen bis zum Neubeginn um 1950.

Eher bescheiden funkeln noch die scheinbar gezuckerten Früchte, versilberten Hirsche, sparsam bemalten Vögel und einfachen Formkugeln. Sie tauchten um 1840 als die ersten Produkte der Thüringer Glasbläser bei den Verlegern des gläsernen Christbaumschmucks auf. Der Bau der Gasanstalt in Lauscha, der Einsatz künstlich hergestellter Anilinfarben und die Verwendung der neuen ungiftigen Versilberungsmethode ließ spätestens um 1870 die Produktion rasant ansteigen und ermöglichte eine gigantische Formenvielfalt. 

In den 1950/60er Jahren kamen schließlich erstmals maschinell geblasene Christbaumkugeln auf den Markt. Glanz und Glitter verbreiten die im Licht funkelnden echten Weihnachtsbäume, deren gläserner Christbaumschmuck die Vorlieben und Moden unterschiedlicher Epochen widerspiegeln. Bunt, üppig und luxuriös präsentiert sich beispielsweise der vier Meter hohe »Thüringer Baum« mit seinen 500 Glas-Figuren (von 1870 bis heute). Die Vorliebe für Formschmuck aus Leonischem Draht zeigt sich im »Gründerzeit-Baum«. Der ausschließlich mit Silberschmuck behängte »Wertheimer Glasbaum« von Borman-Arndt repräsentiert die schlichte Eleganz des Jugendstils. Modisch in Pastelltönen geschmückt zeigt sich dagegen der »Fünfziger-Jahre-Baum«. 

In der Museumswerkstatt lädt der Museumsglasbläser die Besucher ein, eigene Christbaumkugeln vor der heißen Flamme zu blasen. Das Versilbern von gläsernem Christbaumschmuck zeigen die Museumsmitarbeiterinnen zur Ausstellungseröffnung und danach auf Anfrage. 

Im Weihnachtsbasar des Glasmuseums können die Besucher nostalgischen und zeitgenössischen Christbaumschmuck aus Glas erwerben und unterstützen somit die Museumswerkstatt für den täglichen Sauerstoffbedarf. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.glasmuseum-wertheim.de oder per E-Mail unter info@glasmuseum-wertheim.de.

 

Mittwoch, 6. November 2013

Führung »Juden in Wertheim«

Gedenkstein für die jüdische Gemeinde Wertheims in Jerusalem
Der Historische Verein Wertheim veranstaltet gemeinsam mit dem Grafschaftsmuseum am Samstag, 9. November, eine Stadtführung. Anlass ist der 75. Jahrestag der Reichspogromnacht. Am 9. November 1938 verwüsteten organisierte Schlägertrupps unter dem nationalsozialistischen Regime jüdische Geschäfte und Wohnungen und setzten vielerorts jüdische Gotteshäuser in Brand. 

Die Leitung der Stadtführung hat Brigitte Schweitzer, sie führt die Teilnehmer zum Thema »Juden in Wertheim« durch die Altstadt. Treffpunkt ist um 14.30 Uhr am Grafschaftsmuseum. Es wird ein Kostenbeitrag von 2,50 Euro erhoben.